96dpi

Andreas Levers / Fotografie und Bildbearbeitung

Tabletop

Nach den anderen drei Artikeln habe ich abschließend die OM-D in den eigenen vier Wänden getestet. Die neue Kamera war eine gute Gelegenheit, nach längerer Abstinenz wieder einige Produktfotos zu probieren.

Hier konnte die OM-D einen Systemvorteil ausspielen. Durch den kleinen Sensor und die kurzen Brennweiten erreicht man bereits bei relativ weit geöffneter Blende eine gute Schärfentiefe. Damit konnte ich auch mit geringer Blitzleistung arbeiten. Das erlaubte schnelle Bildfolgen.

Was mir erneut auffiel: Man kann die OM-D sehr stark an die eigenen Wünsche anpassen. So lässt sich beispielsweise die Frequenz der Serienbilder anpassen. Selbst die Drehrichtung oder Funktionen fast aller Schalter ließ sich ideal an meine eigenen Vorlieben anpassen.

Nach vier Artikeln endet mein subjektiver, unvollständiger und laienhafter Testbericht. Mein Fazit bis hierhin: Für meine Art, Fotografie als Hobby zu betreiben, war es gut, die 5D Mark III auszulassen und 2012 auf die OM-D zu setzen.

Rauschen

Kleiner Sensor, viele Pixel, starkes Rauschen?

Four-Thirds-Sensoren haben ungefähr 1/4 der Fläche des Kleinbild-Formats. Zusammen mit 16 Megapixeln klingt das, was die Leistung bei hohen ISO-Werten angeht, nicht sehr vielversprechend. Deswegen war ich gespannt, wie sich die OM-D unter schwierigen Bedingungen schlägt.

Neben dem neuen Sensor wirbt der Hersteller auch mit einem verbesserten Stabilisator (IS) für die OM-D. Dieser gleicht Bewegungen des Fotografens auf 5 Achsen aus und soll so Aufnahmen mit Verschlusszeiten erlauben, die ohne den IS verwackeln.

Beide Eigenschaften habe ich in dem oben gezeigten Foto getestet. Diese ist mit einer Brennweite von 67mm entstanden, was durch den Crop-Faktor 134mm am Kleinbild entspricht. Die Automatik der Kamera hat für eine Belichtung bei ISO 1600 eine Verschlusszeit von 1/25 gewählt, also ca. 2 Blenden langsamer, als die 1/125, die eigentlich für eine Foto ohne Verwackeln nötig sind.

Weiterlesen

Zwischenstand

Nach dem Erstkontakt mit der OM-D möchte ich in diesem Artikel meine Eindrücke von einem kurzen Fotowalk wiedergeben.

Hinweis Beim Klick auf die Fotos in diesem Artikel wird die unbearbeitete Originaldatei mit ca. 16MP Auflösung geöffnet. Die Dateien sind im Schnitt 7MB groß und werden im Browser verkleinert dargestellt. Für eine 1:1 Betrachtung am besten per Rechtsklick auf den eigenen Rechner herunterladen.


Weiterlesen

Erstkontakt

In den kommenden Artikeln möchte ich einen Neuzugang bei meinen Kameras vorstellen: Eine Olympus OM-D E-M5. Die OM-D nimmt Anleihen bei der klassischen OM-Serie und ist Anfang 2012 das Spitzenmodell unter den mFT-Kameras von Olympus. Die OM-D kommt in einem von zunehmend starker Konkurrenz (Sony NEX, Fuji X1, Nikon 1 u.v.m.) geprägtem Umfeld auf den Markt. Die Entscheidung für diese Kamera traf ich wegen der bereits vorhandenen Objektive und der guten Erfahrungen, die ich mit Olympus gemacht habe.

Weiterlesen

Grabowsee

Take a seat

Die Heilstätte am Grabowsee wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom Roten Kreuz in der Nähe der Stadt Oranienburg errichtet. Ohne Antibiotika und mit einer zunehmend stark infizierten Bevölkerung war die Anlage vor den Toren Berlins zunächst ein Versuch, die grassierende Tuberkulose zu heilen. Aus den positiven Erfahrungen schloss sich dann auch der Bau erheblich größeren und auch bekannteren Heilstätten in Beelitz an.

Diagonal
Weiterlesen

Eleven

Es fällt mir schwer, eine Auswahl zu treffen. Martin fragt nach dem besten Foto 2011. Nur ein Foto: Schwierig. Meine Favoriten wechseln ständig. Mal sind es die düsteren Schwarz-Weiß-Bilder, dann fast künstlich wirkende Architekturaufnahmen. Das beste Bild ist oft eines, das noch ungesehen auf der Speicherkarte in der Kamera auf dem Weg nach Hause wartet. Und dann doch noch nicht so gut wird, wie ich beim Drücken auf den Auslöser dachte.

Also habe ich mich mehrere Male durch meinen Fotostream geklickt und bin immer wieder hier hängen geblieben.

Die Aufnahme ist bei einer Führung auf dem Teufelsberg entstanden und zeigt nichts von den dort typischen Aufnahmen: Keine zerfledderten Kuppeln, keine verfallenen Räume oder weiten Ausblicke. Trotzdem mag ich es, wegen der klaren Aufteilung, übersät mit Graffiti und dem zufälligen Verfall.

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich keinen einheitlichen Stil finde. Es gibt keinen Fingerabdruck der allen Fotos gemein ist. Und das ist auch mein Vorsatz für das nächste Jahr: Einen Stil finden, der sich — mindestens für eine Weile — wie ein roter Faden durch meine Aufnahmen zieht.